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Stellvertreter-Studie

Kooperationspartner sind das Lokaljournalistenprogramm der Bundeszentrale für politische Bildung in Bonn sowie das Institut für Journalismus und PR der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen.

Harry Groß statt Harry Klein

Die Bedeutung des Stellvertreters in Unternehmen und Institutionen wird sowohl in der Wissenschaft wie auch in der beruflichen Praxis stiefmütterlich behandelt. Hier setzt eine empirische Untersuchung am Beispiel regionaler Zeitungsredaktionen an. Die dort dringend erforderliche digitale Transformation verlangt dem Redaktionsmanagement alles ab.

Gerade in dieser Phase können Vize-Chefs eine besonders wichtige Rolle spielen. Ihr Hauptinstrument ist das der lateralen Führung. Mitarbeiter auf Augenhöhe zu beteiligen entscheidet über den Erfolg von Veränderungsprozessen. Doch Stellvertreter verkommen nicht selten zu reinen Abwesenheitsvertretern. Schlimmstenfalls schrumpfen sie auf „Harry-Klein-Niveau“. Dass es auch anders geht, zeigen wir bei der WAZ.

Der ideale Stellvertreter hat eine klare und für jeden erkennbare Arbeitsteilung mit seinem Chef vereinbart. Im Rahmen der ihm zugewiesenen Aufgaben trifft er bis zu einem gewissen Grad letzte Entscheidungen bzw. bereitet wichtige Entscheidungen vor und führt das Team in seinem Verantwortungsbereich eigenständig auch bei Anwesenheit des Chefs. Bei Abwesenheit des Chefs übernimmt er dessen Aufgaben zusätzlich nahezu vollständig und gewährleitet so – mit Abstrichen – eine Eins-zu-eins-Vertretung ohne Stillstand.

Das Buch "Der ideale Stellvertreter" ist im Sommer 2020 im Wissenschaftsverlag "Springer VS" als E-Book und gedruckt erschienen.

https://www.springer.com/de/book/9783658306953#otherversion=9783658306960

Am 29. September 2020 fand zudem ein Stellvertreter-Symposium der WAZ per Zoom-Konferenz statt. Ein ausführlicher Bericht dazu erschien in der "drehscheibe":

https://www.drehscheibe.org/verschiedenes-detail/halten-sie-die-stellung.html